René van Roll

Piktohramm: Rollstuhl und klavier


René van Roll enterte 1966 in Pforzheim die Bühne des Lebens. Auf Grund einer angeborenen Querschnittslähmung ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Während seine Altersgenossen das runde Leder kickten, versuchte er schon im zarten Alter von 7 Jahren, seine Verwandtschaft mit Klavierspiel zu begeistern - mit mäßigem Erfolg. Am Rande der Verzweiflung schickten ihn seine Eltern mit 10 Jahren zu einem preisgünstigen Klavierlehrer, der Renés Unfähigkeit bestätigte, und trotzdem 5 Jahre lang für diese Dreistigkeit Geld kassierte.

Mit 15 Jahren eroberte René van Roll die erste öffentliche Bühne. Es folgten »Mitwirkungen« bei diversen Rock-Blues-wir-spielen-alles-Bands, vielfältigen CD-Produktionen und Musicals als Komponist und Musiker. Jahrelang übte er darüber hinaus als Begleiter verschiedener Formationen (aktuell bei Duo Liederlich) heimlich weiter - immer in der Angst, das Publikum könnte seinen Rollstuhl bemerken.

Heute steht sein charmanter Assistent Olli, der Rolli, ebenfalls im Rampenlicht, und René van Roll entdeckt überrascht, dass er nicht nur Tasten drücken, sondern auch singen und sprechen kann. Zwar bleiben die Bemühungen seiner Gesangslehrer ohne nennenswerten Erfolg, trotzdem mutet er seine erschreckend unreife Stimme bei wachsender Begeisterung (seinerseits) einem immer größer werdenden Publikum zu.

»Ekstatische Behinderung« hat einen Namen - René van Roll.
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